Mein erstes Piercing – Das musst du wissen
- Gino Perotto

- 12. Aug.
- 7 Min. Lesezeit

Das erste Piercing ist etwas Besonderes. Vielleicht hast du schon seit Monaten eine ganz bestimmte Stelle im Kopf, speicherst dir ständig Bilder ab und überlegst, welcher Schmuck am besten zu dir passt. Gleichzeitig kommen kurz vor dem Termin plötzlich ganz andere Gedanken:
Wie sehr tut es weh? Was muss ich vorher beachten? Welcher Schmuck wird eingesetzt? Wie lange dauert die Heilung? Und was passiert eigentlich genau beim Piercen?
Diese Fragen sind vollkommen normal. Bei Royal Skin Piercing erleben wir täglich Kundinnen und Kunden, die zum allerersten Mal ein Piercing bekommen – und natürlich auch ein bisschen aufgeregt sind.
Deshalb möchten wir dir hier ganz in Ruhe erklären, was dich bei deinem ersten Piercing erwartet und was du vorher und nachher wissen solltest.
Keine Angst vor deinem ersten Piercing
Fangen wir direkt mit der wahrscheinlich häufigsten Sorge an: den Schmerzen.
Viele stellen sich das Piercen vorher wesentlich schlimmer vor, als es tatsächlich ist. Natürlich können wir dir nicht versprechen, dass du überhaupt nichts spürst. Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden und auch die Körperstelle spielt eine Rolle.
Der eigentliche Stich dauert allerdings nur einen sehr kurzen Moment.
Viele unserer Kunden sind danach überrascht und fragen uns:
„Das war's schon?“
Ja – meistens geht es tatsächlich schneller als gedacht.
Die Aufregung vor dem Piercing ist häufig größer als der eigentliche Schmerz.
Welches Piercing eignet sich als erstes Piercing?
Grundsätzlich gibt es nicht das eine perfekte Anfänger-Piercing.
Entscheidend ist vor allem, welches Piercing dir gefällt und ob deine Anatomie für die gewünschte Stelle geeignet ist.
Beliebte erste Piercings sind zum Beispiel:
Helix
Tragus
Conch
Nostril
Bauchnabelpiercing
Augenbrauenpiercing
Lippenpiercing
zusätzliche Ohrlöcher
Lass dich aber nicht nur von Trends beeinflussen.
Ein Piercing sollte in erster Linie zu dir passen und dir gefallen.
Genau deshalb beraten wir dich vor dem Stechen und schauen uns die gewünschte Stelle gemeinsam mit dir an.
Gute Vorbereitung beginnt schon vor deinem Termin
Für dein erstes Piercing musst du keine komplizierten Vorbereitungen treffen.
Ein paar Dinge können den Termin aber deutlich angenehmer machen.
Komm möglichst ausgeschlafen zu deinem Termin und iss vorher etwas. Mit leerem Magen zum Piercingtermin zu kommen, ist keine besonders gute Idee.
Auch ausreichend zu trinken ist sinnvoll.
Vermeide es außerdem, unmittelbar vor dem Termin Alkohol zu trinken.
Und ganz wichtig:
Mach dir nicht den ganzen Tag Gedanken darüber, wie der Stich sein wird.
Unsere Piercer erklären dir den Ablauf und begleiten dich durch den gesamten Vorgang.
So läuft dein Piercingtermin bei uns ab
Bevor überhaupt eine Nadel zum Einsatz kommt, schauen wir uns zunächst die gewünschte Stelle an.
Wir besprechen gemeinsam mit dir, welches Piercing du möchtest und ob es an der gewünschten Position anatomisch sinnvoll umgesetzt werden kann.
Anschließend wird die Stelle vorbereitet und die Position markiert.
Du kannst dir die Markierung natürlich vorher anschauen.
Gefällt dir die Position noch nicht?
Kein Problem.
Dann wird sie verändert.
Erst wenn du mit der Position zufrieden bist, wird gepierct.
Danach erfolgt das eigentliche Piercing mit einer sterilen Piercingnadel und anschließend wird der passende Erstschmuck eingesetzt.
Der eigentliche Vorgang dauert meistens nur wenige Augenblicke.
Warum die Anatomie so wichtig ist
Ein Punkt, der gerade beim ersten Piercing häufig unterschätzt wird:
Nicht jedes Piercing ist bei jedem Menschen gleichermaßen möglich.
Unsere Körper sind unterschiedlich – und das ist völlig normal.
Form, Größe und Beschaffenheit der jeweiligen Körperstelle können darüber entscheiden, ob ein bestimmtes Piercing sinnvoll gestochen werden kann.
Deshalb schauen wir uns deine Anatomie vorher genau an.
Manchmal kann eine leicht veränderte Position bereits ausreichen. In anderen Fällen empfehlen wir möglicherweise eine Alternative.
Uns ist wichtig, dass ein Piercing nicht nur direkt nach dem Stechen schön aussieht, sondern langfristig gute Voraussetzungen hat.
Welcher Schmuck kommt beim ersten Piercing hinein?
Beim Erstschmuck geht es nicht ausschließlich darum, welches Schmuckstück gerade am schönsten aussieht.
Ein frisches Piercing muss zunächst heilen.
Deshalb verwenden wir bei Royal Skin Piercing für frische Piercings geeigneten Erstschmuck.
Dabei achten wir unter anderem auf Material, Größe und Länge.
Gerade direkt nach dem Stechen kann die jeweilige Körperstelle anschwellen. Der Schmuck muss deshalb ausreichend Platz bieten und darf nicht unnötig auf das Gewebe drücken.
Auch beim Erstschmuck stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.
Nach der Heilungsphase kannst du dein Piercing später noch viel individueller gestalten.
Warum wir Titan als Erstschmuck verwenden
Für unsere frisch gestochenen Piercings verwenden wir hochwertigen Titanschmuck.
Titan eignet sich hervorragend für den Ersteinsatz, ist sehr leicht und wird häufig sehr gut vertragen.
Gerade während der Heilungsphase möchten wir möglichst gute Voraussetzungen schaffen.
Deshalb solltest du bei deinem ersten Piercing nicht nur danach fragen, wie der Schmuck aussieht, sondern auch, welches Material verwendet wird.
Nach dem Piercing beginnt die Heilung
Das Piercing ist gestochen, du schaust in den Spiegel und bist glücklich mit dem Ergebnis.
Jetzt beginnt allerdings der wichtigste Teil:
die Heilungsphase.
Ein Piercing ist ein frischer Stichkanal und dein Körper benötigt Zeit, um diesen zu heilen.
Wie lange das dauert, hängt stark von der jeweiligen Körperstelle ab.
Einige Piercings können innerhalb weniger Wochen weitgehend abheilen, während insbesondere Knorpelpiercings mehrere Monate benötigen können.
Bei einem Helix, Conch oder anderen Ohrknorpelpiercing solltest du beispielsweise mit einer längeren Heilungszeit rechnen.
Hab deshalb Geduld mit deinem Körper.
Bitte nicht ständig anfassen
Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Tipps, die wir dir geben können.
Ein neues Piercing ist spannend.
Natürlich möchtest du es anschauen und vielleicht am liebsten ständig überprüfen.
Trotzdem gilt:
So wenig wie möglich anfassen.
Unsere Hände kommen den ganzen Tag mit Smartphones, Türklinken, Geld, Tastaturen und vielen anderen Dingen in Kontakt.
Außerdem kann ständiges Berühren oder Bewegen den frischen Stichkanal mechanisch reizen.
Dein Piercing braucht vor allem eines:
Ruhe.
Muss man den Schmuck drehen?
Nein.
Der Gedanke, dass ein frisch gestochenes Piercing regelmäßig gedreht werden muss, hält sich noch immer hartnäckig.
Bei einem professionellen Piercing ist das nicht notwendig.
Im Gegenteil: Durch ständiges Drehen oder Bewegen kann der frische Stichkanal immer wieder gereizt werden.
Lass den Schmuck deshalb möglichst in Ruhe und halte dich an die Pflegehinweise, die du von uns bekommst.
Schlafen mit einem neuen Ohrpiercing
Du hast dir einen Helix, Conch, Tragus oder ein anderes Ohrpiercing stechen lassen?
Dann solltest du während der Heilungsphase möglichst vermeiden, direkt darauf zu schlafen.
Ständiger Druck über mehrere Stunden kann das Piercing reizen.
Gerade bei Knorpelpiercings kann Schlafdruck einer der Gründe dafür sein, warum ein eigentlich gut gestochenes Piercing plötzlich empfindlich wird oder sich eine Reizung entwickelt.
Wenn du normalerweise immer auf derselben Seite schläfst, solltest du dir deshalb bereits vor deinem Termin überlegen, auf welcher Seite du dein Piercing haben möchtest.
Schwellung bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt
Ein frisches Piercing kann auf den Eingriff reagieren.
Eine leichte Schwellung, Empfindlichkeit oder Rötung direkt nach dem Piercen kann zunächst Teil der normalen körperlichen Reaktion sein.
Wichtig ist, die Entwicklung zu beobachten.
Wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt, die Beschwerden deutlich zunehmen oder du einfach unsicher bist, solltest du das Piercing professionell kontrollieren lassen.
Bitte experimentiere nicht wochenlang selbst mit verschiedenen Cremes oder Hausmitteln.
Im Zweifel lieber einmal kontrollieren lassen.
Wann kann ich meinen Schmuck wechseln?
Gerade beim ersten Piercing können viele es kaum erwarten, endlich anderen Schmuck einzusetzen.
Wir verstehen das.
Trotzdem solltest du deinem Piercing ausreichend Zeit geben.
Nur weil ein Piercing von außen bereits gut aussieht, bedeutet das nicht automatisch, dass der Stichkanal im Inneren vollständig verheilt ist.
Ein zu früher Schmuckwechsel kann die Stelle erneut reizen.
Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, hängt von der Art des Piercings und dem individuellen Heilungsverlauf ab.
Wenn du dir unsicher bist, lass dein Piercing vorher kontrollieren.
Ein längerer Erstschmuck ist manchmal Absicht
Vielleicht schaust du nach dem Stechen in den Spiegel und denkst:
„Warum ist der Stab so lang?“
Das kann bei bestimmten Piercings ganz bewusst so gewählt sein.
Ein frisches Piercing kann anschwellen. Dafür muss ausreichend Platz vorhanden sein.
Nach der ersten Heilungsphase kann bei verschiedenen Piercings später ein kürzerer Schmuck sinnvoll sein.
Diesen Vorgang nennt man häufig Downsizing.
Der Zeitpunkt dafür sollte individuell beurteilt werden.
Piercingpflege muss nicht kompliziert sein
Beim Thema Piercingpflege findet man im Internet unzählige unterschiedliche Tipps.
Genau das führt gerade beim ersten Piercing häufig zu Verunsicherung.
Unser Rat:
Mach nicht zu viel.
Mehr Pflege bedeutet nicht automatisch bessere Heilung.
Halte dich an die Pflegeempfehlungen deines Piercers, vermeide unnötiges Berühren und gib deinem Körper Zeit.
Aggressive Mittel oder ständig wechselnde Produkte können ein Piercing zusätzlich reizen.
Was du bei deinem ersten Piercing vermeiden solltest
Während der Heilungsphase gibt es einige Dinge, bei denen etwas Vorsicht sinnvoll ist.
Dazu gehören beispielsweise:
unnötiges Berühren des Piercings
Drehen oder Spielen mit dem Schmuck
Druck auf die gepiercte Stelle
zu früher Schmuckwechsel
selbstständiges Entfernen des Schmucks bei Problemen
ungeeignete Pflegeprodukte oder Hausmittel
unnötige Reibung durch Kleidung, Kopfhörer oder andere Gegenstände
Je nach Piercing können noch weitere individuelle Hinweise hinzukommen.
Deshalb erklären wir dir nach deinem Termin genau, worauf du bei deinem Piercing achten solltest.
Was passiert, wenn ich sehr nervös bin?
Dann sag es uns.
Wirklich.
Du musst vor deinem Piercer nicht so tun, als wärst du vollkommen entspannt.
Wir erleben jeden Tag Menschen mit ganz unterschiedlichem Umgang mit Nadeln und Schmerzen.
Manche schauen beim Piercen ganz genau hin.
Andere möchten überhaupt nichts sehen.
Manche reden die ganze Zeit.
Andere möchten einfach kurz die Augen schließen.
Das ist alles vollkommen in Ordnung.
Unser Ziel ist es, dass du dich bei uns möglichst wohl und sicher fühlst.
Dein erstes Piercing soll ein schönes Erlebnis sein
Für uns bei Royal Skin Piercing ist ein Piercing nicht einfach nur:
Markieren – stechen – fertig.
Gerade beim ersten Piercing möchten wir dir die Unsicherheit nehmen und dir erklären, was passiert.
Du darfst Fragen stellen.
Du darfst nervös sein.
Du darfst dir die Markierung mehrmals anschauen.
Und natürlich darfst du auch sagen, wenn du noch einen Moment brauchst.
Ein Piercing ist schließlich etwas, das du im besten Fall sehr lange tragen wirst.
Unsere Tipps für dein erstes Piercing zusammengefasst
Wenn dein erster Piercingtermin bevorsteht, solltest du vor allem an folgende Dinge denken:
Komm ausgeschlafen zum Termin.
Iss vorher ausreichend.
Trink genügend Wasser.
Lass dich professionell beraten.
Achte auf hochwertigen Erstschmuck.
Gib deinem Piercing genügend Zeit zum Heilen.
Fass es nicht ständig an.
Drehe den Schmuck nicht unnötig.
Vermeide Druck und Reibung.
Wechsle den Schmuck nicht zu früh.
Halte dich an die Pflegehinweise.
Lass das Piercing kontrollieren, wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt.
Und der vielleicht wichtigste Punkt:
Mach dich vorher nicht verrückt.
Dein erstes Piercing bei Royal Skin Piercing
Wenn du dein erstes Piercing bei uns bekommst, begleiten wir dich Schritt für Schritt.
Wir schauen uns gemeinsam die gewünschte Position an, beraten dich zum passenden Schmuck und erklären dir den Ablauf.
Anschließend wird die Stelle vorbereitet und markiert. Erst wenn du mit der Position zufrieden bist, wird dein Piercing professionell mit einer sterilen Piercingnadel gestochen und der passende Erstschmuck eingesetzt.
Danach erklären wir dir natürlich auch, worauf du während der Heilungsphase achten solltest.
Denn für uns gehört eine gute Beratung genauso zu einem professionellen Piercing wie das eigentliche Stechen.
Und falls du vor deinem ersten Piercing aufgeregt bist:
Das darfst du sein.
Für dich ist es vielleicht das allererste Piercing.
Für uns gehört es jeden Tag dazu – und wir sorgen dafür, dass du dich vom ersten Moment an gut aufgehoben fühlst.




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